Fehlerhaftes Baugrundgutachten, zu weicher Boden, wer übernimmt extra Gründungskosten?

Geologisches/chemisches Gutachten, Austausch Erdreich, Baugrube, Abböschung, ...

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BabaLa
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Fehlerhaftes Baugrundgutachten, zu weicher Boden, wer übernimmt extra Gründungskosten?

#1

Beitrag von BabaLa » 12. Oktober 2019 18:09

Hallo, auf die Schnelle konnte ich in der Suche keinen vergleichbaren Fall finden und wie so oft, ist schnelle und kompetente Hilfe hilfreich.

Wir bauen mit einem Lizenzpartner von einer großen Baufirma- Town & Country

Nachdem die Erdarbeiten begonnen haben, ist festgestellt worden, dass an einer Ecke des Fundaments kein tragfähiger Boden ist. An genau dieser Stelle fand eine Bohrung für das Bodengrundgutachten statt.

Über die Baufirma ist eine Bauleistungsversicherung, Haftpflicht und Baufertigstellungsbürgschaft einer Versicherungsgruppe vorhanden. Laut Versicherungsschein der Bauleistungsversicherung ist die Versicherungssumme bei Baugrund- und Bodenmasse 50.000€.
Die Bauherren sind in dem Versicherungszertifikat der Käufer und Versicherungsnehmer ist der Lizenzpartner der Baufirma.

Des weiteren ist ein Zertifikat zur Verbraucherbaubürgschaft der Versicherungsgruppe vorhanden, was einen Schaden von 15.000€ übernimmt, wenn alle Kosten zusammengerechnet wurden.
Der Lizenznehmer will, dass der Schaden über diese Versicherung geregelt wird. Damit wären aber sämtliche Puffer weg und man müsste mit der Hausbank nachverhandeln, denn der bisherige Schaden durch die mangelnde Bodentragfähigkeit beläuft sich wohl auf 20.000- 30.000€.


Es war also ein fehlerhaftes Bodengutachten. Hätte man dies vorher gewusst, hätte man das Haus 3m versetzt und alles wäre gut.

Wie wäre nun ein sinnvolles weiteres Vorgehen?

Wer würde normalerweise die Gründungsmehrkosten sowie den Abtransport des Erdaushubs übernehmen?

Muss der Bauherr eine Zahlung für die anfallenden Mehrkosten übernehmen damit der Bau weiter geht?

Übernimmt eine Versicherung den Schaden?

Wird die Kostenfrage direkt zwischen dem Bauunternehmen, Lizenzpartner und der Bodengutachterfirma geregelt?

Lohnt sich der Weg zum Anwalt oder hat man als Bauherr in diesem Fall keine Chance?


Vielen Dank.




tomtom79
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Fehlerhaftes Baugrundgutachten, zu weicher Boden, wer übernimmt extra Gründungskosten?

#2

Beitrag von tomtom79 » 13. Oktober 2019 08:25

20-30k Euro mehr? Bei uns war es fast der gleiche Fall an einer Ecke wurde Sand gefunden. Beim Bodengutachten war davon nichts die Rede.

Der Fundament Bauer hat abgebrochen, der Geologe musste kommen, kostet ca 500 Euro für Anfahrt und 1.5h vor Ort. Empfehlung war Streifenfundament in diesem Bereich auf tragfähigen Untergrund zu gründen, das waren dann ca. 180cm tief Mehrkosten für den Aushub und den Beton irgendwas um die 1200 euro.

1 Tag Verzögerung und weiter ging es. Geld gab es dafür nicht. Hatte ich vielleicht probieren sollen?

Aber so war es schneller gelöst, wenn ich mir vorstelle das das Haus verschoben werden müsste, ohje unser Grundstück ist ja nicht gross, das wäre ein riesen Nachteil und eine Garantie das es dann passt gibt es ja auch nicht.

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Epi
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Fehlerhaftes Baugrundgutachten, zu weicher Boden, wer übernimmt extra Gründungskosten?

#3

Beitrag von Epi » 24. Oktober 2019 08:44

Hallo Bastian,
BabaLa hat geschrieben:
12. Oktober 2019 18:09
Damit wären aber sämtliche Puffer weg und man müsste mit der Hausbank nachverhandeln
Dein BU hat eine Versicherung für dich abgeschlossen, ergo verstehe ich deine obige Aussage nicht?!
BabaLa hat geschrieben:
12. Oktober 2019 18:09
Wie wäre nun ein sinnvolles weiteres Vorgehen?
Den entstandenen Schaden über die Versicherung regulieren, wie es auch dein BU vorgeschlagen hat.
BabaLa hat geschrieben:
12. Oktober 2019 18:09
Wer würde normalerweise die Gründungsmehrkosten sowie den Abtransport des Erdaushubs übernehmen?
Die Versicherung in Höhe bis max. des Deckungsbeitrages.
BabaLa hat geschrieben:
12. Oktober 2019 18:09
Muss der Bauherr eine Zahlung für die anfallenden Mehrkosten übernehmen damit der Bau weiter geht?
Wenn du vertraglich unterschrieben hast, daß du dazu verpflichtet bist: ja. Wenn nicht, nein.
BabaLa hat geschrieben:
12. Oktober 2019 18:09
Wird die Kostenfrage direkt zwischen dem Bauunternehmen, Lizenzpartner und der Bodengutachterfirma geregelt?
Nein. Sehr wahrscheinlich nur zwischen Geologe und Versicherung.
BabaLa hat geschrieben:
12. Oktober 2019 18:09
Lohnt sich der Weg zum Anwalt oder hat man als Bauherr in diesem Fall keine Chance?
Diese Frage verstehe ich ebenfalls nicht.
Mit Rheinischen Grüßen; Epi

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