Leistung Wärmepumpe

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Leistung Wärmepumpe

#1

Beitrag von Dalle » 17. April 2019 19:03

Hallo zusammen,
wir bauen zur Zeit ein Zweifamilien-Blockhaus der Fa. Fullwood und sind gerade dabei eine Wärmepumpe zu dimensionieren. Da wir von dem Thema her nicht so viel Ahnung haben und bei Fachfirmen unterschiedliche Aussagen zu Stande kamen, sind wir ein wenig verunsichert.
Die beheizte Fläche beträgt 200m² und die Wärmepumpe muß nur die Fußbodenheizung versorgen. Wir haben eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 erstellen lassen und dort kam eine Norm-Gebäudeheizlast von 5,7kW heraus.
Wir haben auch schon ein Angebot für eine Panasonic Monoblock Aquarea Anlage für jeweils 7kW oder 9kW mit jeweils einem 300 Liter Pufferspeicher bekommen.
Die Anlage soll ja nicht zu klein oder zu groß ausgelegt sein. Zu welcher Leistung würdet ihr denn raten oder gibt es da wieder zusätzliche Parameter die noch betrachtet werden müssen?

Danke schon mal vorab für eine Antwort.

Gruß, Dieter



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Jochen104
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#2

Beitrag von Jochen104 » 19. April 2019 06:45

Hallo Dieter,
da spielen sicherlich einige Faktoren eine Rolle. Nur eine Frage noch zu deinem Post. Du schreibst die WP muss nur die Fußbodenheizung versorgen, also keine Warmwasserbereitung für den Verbrauch? Dann würde ich nämlich als erstes den Pufferspeicher hinterfragen.
Viele Grüße,
Jochen


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#3

Beitrag von Dalle » 19. April 2019 10:29

Danke erstmal für die Antwort. Bei dem Beratungsgespräch wurde uns erklärt, dass wenn im Haus alle Stellmotoren "geschlossen" sind, versucht unter Umständen die WP enthaltene Energie abzugeben. Wenn sie es nicht kann entsteht eine Fehlermeldung und die WP schaltet sich sogar aus. Der Puffer würde das kompensieren, also im Puffer wird die Energie abgebaut. Ich kann das jetzt auch nur so wiedergeben wie es uns erörtert wurde.


tomtom79
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#4

Beitrag von tomtom79 » 19. April 2019 11:36

Wenn der Puffer ja vorhanden Ist, kann ja damit auch gleich das Warmwasser erwärmt werden, oder wie soll das von statten gehen?

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#5

Beitrag von ToxicMolotow » 19. April 2019 12:06

Warum sollte die WP überhaupt arbeiten, wenn alle Stellmotoren geschlossen sind.

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Jochen104
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#6

Beitrag von Jochen104 » 20. April 2019 06:28

Ich bin nur Laie, aber diese Konstellation habe ich bisher noch nie gehört.
Erstmal sollte die WP abschalten, wenn die Rücklauftemperatur zu hoch ist (weil z. B. alle Stellmotoren zu sind).
Bei uns sind die Stellmotoren z. B. gar nicht aktiv. Wir haben über den hydraulischen Abgleich eine bedarfsgerechte Wärmezufur für die jeweiligen Räume. Die Stellmotoren kannst du dir damit eigentlich schenken.

Also wenn Pufferspeicher dann für die Warmwassererzeugung. Wie willst du den eigentlich alternativ WW erzeugen?

Ich würde dir mal noch zu einem Beratungsgespräch bei einem anderen Heizungsbauer raten.

Um zu deiner Frage zurück zu kommen: Wir haben eine Heizlastberechnung von ca. 5,5 kW und eine modulierende WP mit 7,5 kW. Das reicht locker auch mit WW Eerzeugung.
Viele Grüße,
Jochen

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#7

Beitrag von zehn0813 » 21. April 2019 05:55

Jochen104 hat geschrieben:
20. April 2019 06:28
Erstmal sollte die WP abschalten, wenn die Rücklauftemperatur zu hoch ist (weil z. B. alle Stellmotoren zu sind).
Und wenn die Temperatur zu niedrig oder die Stellmotoren offen sind, dann springt die WP wieder an. Das kann dazu führen, dass die Wp zu takten beginnt, was erheblich die Lebensdauer reduziert. Daher in den meisten Fällen ein Pufferspeicher.
Option: Man verzichtet durch einen guten hydraulischen Abgleich auf die ERR oder installiert diese nur für wenig Räume. Dann kann man sich den Pufferspeicher schenken.

Die Frage nach der Erzeugung von WW stellt sich aber auch mir.
Gruß,
Sebastian


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#8

Beitrag von Dalle » 22. April 2019 10:46

Die Frage nach dem Warmwasser kann ich gerne beantworten. In beiden Wohnungen haben wir uns für elektronische Durchlauferhitzer entschieden. Es gibt zwei große Walk-In Duschen und keine Badewannen. Diese Kombination ist uns jetzt auch schon von mehreren Seiten positiv bestätigt worden. Wir haben keine hohe Vorlauftemperatur, keine Zirkulation und Vorhaltung für WW. In unserem Fall passt das jetzt und kann natürlich nicht auf jeden Haushalt übertragen werden. Da wird aber sicherlich auch der eine oder andere eine andere Philosophie haben.


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#9

Beitrag von Moklar » 8. August 2019 11:21

Kennt sich denn einer von euch richtig gut mit der DIN EN 12831-1 Norm https://www.baunormenlexikon.de/norm/di ... 54b61f1cdc aus?

Wir wollten das Thema gern mal selbst abchecken, kommen aber ab einem Punkt nicht so richtig weiter. Evtl. kann uns hier einer von euch per PN weiterhelfen?

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#10

Beitrag von Jochen104 » 8. August 2019 19:42

Ich vermute dir geht es eher um die Heizlastberechnung an sich als um die Norm, oder?
Welche Frage hast du den?
Viele Grüße,
Jochen

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